Das Knie


Bewegung ist ein wichtiger Teil unseres Lebens. Besonders spürt man das, wenn die Bewegungsfähigkeit eingeschränkt ist.

Immer öfter ist das wegen Abnützung des Kniegelenks-Knorpels, Gonarthrose, der Fall.

Die Implantation eines künstlichen Kniegelenks hat zum Ziel, Ihnen Beweglichkeit und Lebensfreude dauerhaft zurückzugeben.

Diese Seite vermittelt Ihnen Wissenswertes zur Knie-Endoprothese. Sie kann aber nicht den Besuch in meiner Ordination ersetzen.

Ihr Dr. Alexander Grübl


Wie funktioniert das Kniegelenk?

Das Kniegelenk ist die bewegliche Verbindung zwischen Oberschenkel und Unterschenkel.

Es besteht aus der Verbindung dreier Knochen:

  • dem Oberschenkelknochen (Femur),
  • dem Unterschenkelknochen (Tibia)
  • und der Kniescheibe (Patella).

Diese Knochen sind von einer gleitfähigen Knorpelschicht überzogen und werden von starken Bändern, Muskeln und Sehnen zusammengehalten. Dazwischen liegen die Menisken. Sie fangen den Druck ab und verteilen die Belastung.


Wie kommt es zu Schäden am Gelenk?

Schädigungen des Kniegelenks sind durch Verletzungen, angeborene oder erworbene Fehlstellungen der Beine oder rheumatische Erkrankungen bedingt. Auch Durchblutungsstörungen des Kniegelenks können einen Gelenksersatz notwendig machen. Häufigste Ursache ist der Verschleiß des Gelenksknorpels (Arthrose).

Durch den Abrieb des Gelenksknorpels kommt es zu einer Verformung des Gelenks, die meist mit starken Schmerzen und eingeschränkter Beweglichkeit einhergeht. Diese machen sich zunächst bei Belastung bemerkbar, später schon im Ruhezustand.

Varus Knie

Valgus Knie

Gonarthrose (Rö)


Was ist eine Knie-Endoprothese?

Die Knie-Endoprothese (Kniegelenksersatz) ersetzt die Oberflächen des eigenen Kniegelenks. Es besteht aus einer Oberschenkel-Komponente, einem Meniskuseinsatz und einer Unterschenkel-Komponente.

Oberschenkel- und Unterschenkelkomponenten werden aus Metalllegierungen, z.B. Cobalt-Chrom-Legierung angefertigt. Der Meniskuseinsatz besteht aus medizinischem Kunststoff (Polyethylen).

Im Gegensatz zur Hüft-Endoprothetik wird die Knie-Endoprothese in aller Regel zementiert eingesetzt.

Knie-Totalendoprothese

Röntgenbilder einer Knie-Totalendoprothese


Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Operation?

Über den Zeitpunkt der OP entscheiden Sie als Patient.

Üblicherweise operiere ich meine Patienten, wenn sie ein bestimmtes Mass an Schmerzen und die damit verbundene Einbusse an Lebensqualität nicht mehr hinnehmen möchten.

Es gibt kein „zu jung“ und kein „zu alt“, entscheidend sind die Beschwerden. Sie sollten mit dem Eingriff nicht zu lange warten, so dass Sie jedenfalls in gutem Allgemeinzustand operiert werden können


Was passiert bei der Operation?

Über einen geraden Schnitt erreiche ich die Vorderseite Ihres Kniegelenks und implantiere die Endoprothese. Oft verwende ich dazu ein Navigationsgerät. Dabei berechnet ein Computer aus Daten, die mit Hilfe von speziellen Markern am Bein und einer Infrarot-Kamera gewonnen werden die optimale Position der Implantate.

Die Operation dauert mit Navigation 1,5 bis 2 Stunden. Sie kann in Vollnarkose oder Spinalanästhesie („Kreuzstich“) durchgeführt werden.

       

          Navigation

Falls Sie den Videoclip über die Endimplantation mit Navigation sehen möchten so klicken Sie auf das Bild rechts:


Wie werde ich wieder mobil?

Bereits am ersten Tag nach der Operation dürfen Sie aufstehen.

Mit Hilfe intensiver Physiotherapie wird Ihr Muskel aufgebaut und die der Beweglichkeit verbessert. Ihre Mitarbeit entscheidet massgeblich über den Erfolg der Operation.


Wie sieht das Leben mit einer Endoprothese aus?

Moderne künstliche Kniegelenke haben eine Haltbarkeit von mehreren Jahrzehnten.

Sie werden schnell merken: Ihr Alltag verläuft für Sie mit einem Implantat völlig normal. Sie können auch weiterhin Sport betreiben, ideal sind Radfahren, Schwimmen und Wandern.

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