Oft gestellte Fragen (FAQs)

Vor dem Kniegelenksersatz:

  • Welche Alternativen gibt es zur OP?

In Abhängigkeit vom Stadium der Knorpelabnützung können bestimmte Medikamente und Nahrungsergänzungsstoffe eingenommen werden
(z.B.
Syno Tabs®).

Sofern die Abnützung noch nicht zu weit fortgeschritten ist, können spezielle Injektionen helfen. Später werden schmerzstillende und entzündungshemmende Injektionen mit grossem Erfolg gegeben.

Spezielle Einlagen in den Schuhen können wie ein Stossdämpfer wirken und die Beschwerden eine Zeit lang verringern.

Physikalische Therapie kann die Schmerzen lindern und durch Muskelaufbau auch eine bessere Ausgangssituation für eine allfällige OP schaffen.

Physiotherapeuten, mit denen ich zusammenarbeite sind:

Ulrike Worthmann u.worthmann@tele2.at 
Karin Tausendschön, Karin.Tausendschoen@physiotherapie-sonnberg.com
Radojko Brkic, radi_brkic@arcor.de

  • Wird die Knie-Endoprothese zementiert oder zementfrei implantiert?

Wichtiger als die Prothese selbst oder die Implantationstechnik ist die Routine des Chirurgen.

In der Mehrzahl der Fälle werden Knie-Endoprothesen zementiert.

  • Ich bin stark übergewichtig. Kann ich trotzdem operiert werden?

Natürlich, auch übergewichtige Patienten werden operiert. Der Erfolg der Operation ist deshalb nicht kleiner.

Sie haben lediglich ein etwas erhöhtes Risiko einer Wundheilungsstörung.

  • Wie lange hält die Prothese?
    Oder: „Das Märchen von den 10 Jahren“

Nach wie vor glauben viele Menschen, dass man eine Knie-Endoprothese nach 10 Jahren austauschen muss. Das ist ein tragisches Missverständnis und wie viele Irrtümer nicht aus der Welt zu schaffen.

Die so genannte „Überlebenswahrscheinlichkeit“ moderner Knie-Endoprothesen nach 12 Jahren beträgt 95%. Mit anderen Worten: „Mit 95%iger Wahrscheinlichkeit haben Sie innerhalb von 12 Jahren keine Revisionsoperation.

V.J. Rasquinha, C.S. Ranawat, C.L. Cervieri and J.A. Rodriguez: “The Press-Fit Condylar Modular Total Knee System with a Posterior Cruciate-Substituting Design A Concise Follow-up of a Previous Report”
J. Bone Joint Surg. Am. 88:1006-1010, 2006.

  • Wie wichtig ist die Navigation?

Die Navigation hilft dem Operateur vor allem bei schwierigen anatomischen Verhältnissen. Sie ist in keinem Fall Ersatz für chirurgische Routine. Nach dem aktuellen Stand der Erkenntnisse hilft sie, den Langzeiterfolg von Knie-TEP zu verbessern. Ich verwende sie deshalb bei all meinen Eingriffen.

Sparmann M., Wolke B., Czupalla H., Banzer D., Zink A.: Positioning of total knee arthroplasty with and without navigation support
J Bone Joint Surg Br 85: 830-35, 2003.

  • Soll ich Eigenblut spenden?

Wenn Sie internistisch gesund und noch nicht 70 Jahre alt sin, ist die Eigenblutspende empfehlenswert.

Üblicherweise werden 1 bis 2 Eigenblutkonserven abgenommen.

  • Wo kann ich in Wien Eigenblutkonserven spenden?

Zum Beispiel beim Blutspendedienst des Österreichischen Roten Kreuzes auf der Wiedener Hauptstraße. www.roteskreuz.at

Der Kniegelenksersatz:

  • Wie lange dauert die OP?

Der Eingriff dauert unter normalen Bedingungen unter Verwendung eines Navigationsgeräts rund zwei Stunden.

  • Werde ich während/nach der Operation Blutkonserven brauchen?

Ich verwende während Ihrer Operation einen sogenannten „Cell saver“, der Ihr Blut aufbereitet, um es Ihnen im Aufwachraum zurückgeben zu können.

  • Werde ich starke Schmerzen haben?

Nach der Operation erhalten Sie ausreichend Schmerzmittel, so dass Sie schmerzfrei sind.

  • Wie lange bleibe ich im Spital?

Die Aufenthaltsdauer nach komplikationsfreiem Kniegelenksersatz beträgt zwischen einer und zwei Wochen.

  • Wie lange gehe ich auf Krücken?

Heute können Sie individuell entscheiden, wie lange Sie mit Krücken gehen. Die Krücken werden aber in den meisten Fällen für 4 Wochen verwendet.

  • Wie oft kann man die Prothese austauschen?

Es gibt auch nach mehrfachen Wechseloperationen immer noch eine weitere Möglichkeit Ihnen zu helfen.

Nach der Kniegelenksoperation:

  • Muss ich unbedingt auf Rehabilitation fahren?

Nein, eine zwingende Notwendigkeit besteht nicht. Es ist aber praktisch immer empfehlenswert, um den vollen Erfolg der Operation zu garantieren.

  • Warum muss man auf Rehab fahren?

In der Rehab-Klinik werden die Muskelkraft und Koordination und damit das Gangbild verbessert, die Ausdauer trainiert und die Beweglichkeit des neuen Gelenks verbessert.

  • Wohin soll ich auf Rehab fahren?

Eine ausgezeichnete Einrichtung unter orthopädischer Leitung ist die SKA Warmbad Villach.

  • Darf ich nach der OP Sport betreiben?

Nach einer frist von 3 Monaten, die zu kompletten Heilung nötig ist, gibt es keine Einschränkung bezüglich Sport.

  • Werden die Prothesen bei Sicherheitskontrollen entdeckt?

Ja, sowohl am Flughafen, wie auch bei Gerichtsgebäuden werden die Endoprothesen in den allermeisten Fällen entdeckt. Sie erhalten deshalb einen Prothesenpass, der bestätigt, dass Sie Endoprothesenträger sind.

  • Was muss ich beachten, wenn ich als Endoprothesen-träger eine eitrige Entzündung im Körper habe?

Bakterien können von jedem Entzündungsherd im Körper wie z.B. eitrigen Zähnen oder Nagelbett-Eiterungen auf dem Blutweg zur Endoprothese verschleppt werden.

Sie führen dann zu einer Entzündung der Prothese, die nur sehr schwer zu behandeln ist.

Sie sollten deshalb in jedem Fall einer eitrigen Entzündung im Körper ein Antibiotikum einnehmen.

  • Muss ich zu Kontrollen kommen?

Eine Endoprothese muss in gewissen Abständen kontrolliert werden. Anfangs sind 2 bis 3 Jahres-Abstände ausreichend. Ab dem 10. Jahr sollten jährliche Kontroll-Röntgen gemacht werden.

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